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Inventar der historischen Klimadaten und Naturgefahren im Wallis vom Mittelalter bis zum Beginn der amtlichen Messreihen 

Seit geraumer Zeit sind die Entwicklungen des europäischen und schweizerischen Klimas für die letzten 500 bzw. 1000 Jahre aufgearbeitet (namentlich Pfister). Von den schweizerischen Klimadaten indes stammt lediglich ein Zehntel aus Westschweizer Archiven, rund die Hälfte dagegen aus dem Mittelland. Pfister selbst betont bei der Würdigung der raum-zeitlichen und typologischen Verteilung seines nach 15 Klimaregionen aufgeschlüsselten Datenmaterials die starke Untervertretung der westlichen Alpennordseite, des Juras, namentlich auch des Wallis, ferner des Engadins und des Tessins; dies ist zugleich Spiegelbild «eines unverkennbaren Ost- West-Gefälles innerhalb der Eidgenossenschaft bezüglich Dichte, Umfang und Gehalt meteorologischer Berichterstattung». Bezogen auf das Wallis dürften diese Feststellungen vorwiegend unter dem Eindruck des gedruckten Quellenmaterials stehen, zumal unter den bislang ausgewerteten Archiven und Bibliotheken jene des Wallis kaum oder nicht berücksichtigt scheinen. So besteht ein markanter Forschungsbedarf in den Alpen, deren kleinräumige Kompartimentierung andere Klimamuster erzeugt als das zusammenhängendere Mittelland. Besonders betrifft dies das Wallis und die anschliessenden Westalpen, namentlich für die Periode des Hoch- und Spätmittelalters. Solche Defizite will das vorliegende Forschungsprojekt mindern und sein Augenmerk auf die administrativen Quellen der Region (Wallis resp. angrenzendes savoyisches Territorium) lenken. Es sind die kulturellen Archive zu sichten, die zu den reichhaltigsten und ältesten im alpinen und voralpinen Raum zählen, vorab die Vielzahl von seriell auswertbaren Quellen.


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