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Der Pavillon im Park. Rosenpergola und Infrastruktur 

Marianne Burkhalter, Burkhalter und Sumi Architekten Zürich

Die 70m lange Rosenpergola ist Teil der bildstarken Kulisse des Stockalperpalastes und damit Teil des neu gestalteten Parkes. Sie überspannt die nördliche Eingangsrampe und den Holzpavillon.
Dieser besteht aus zwei Teilen, dem Gewächshaus und dem Geräteraum mit den Toiletten. Als eigentliches Infrastrukturgebäude des Parkes bildet er den Abschluss gegenüber der nördlichen Bebauung.

 

Gewächshaus und lange Bank
Die Schiebefenster des Gewächshauses sind silbrig gestrichen und reflektieren die gleissende, hochalpine Sonne des Rhonetals. Der Innenraum ist orange ausgemalt wie ein Futteral, welches sich nach aussen öffnet.
Die geschlossene Front des Geräteraumes ist zeichenhaft übersteigert als grosse, lange Bank mit Blick auf den Simplon. Die Bank löst sich vom Baukörper ab und wird Teil des Parkes.

 

Massstab und Materialiserung
Die lange Bank, die gerahmte Glasfront und der aufgehängte, durchlaufende Pergolarost verleihen dem Gebäude die gewünschte Grosszügigkeit und den gesuchten Abstraktionsgrad, jenseits des gewohnten Bildes des „kleinen Gartenhauses“.
Das Gebäude wurde als moderner Holzbau vorfabriziert und in Brig innert kürzester Zeit montiert.
Die Fassade mit der langen Bank besteht aus horizontalen, halbkreisförmigen Lattenzaunbohlen und verweist damit auf klassische Elemente des Gartenbaus. Gegenüber einer normalen Gartenzaunkonstruktion ist der Zwischenraum der Latten verkleinert.

Die Bänke im Park sind in der Grösse mit jenem des Pavillons verwandt und ebenfalls aus halbrunden Bohlen gemacht. Sie schaffen einen visuellen Bezug zum Pavillon.

 

Farben und Abendbeleuchtung
Die Innenleibungen der kleinen quadratischen Fenster auf der Rückseite des Pavillons sind blau ausgemalt. Als Komplementärfarbe oszillieren sie zum Orange des Raumes. Die silbrig gestrichenen Fensterrahmen nehmen die Alterung der naturbelassenen Holzfassade voraus.

Nachts, wenn die Lichter rings herum ausgegangen sind, bleibt nur noch der Schein des orangen Raumes. Wie eine riesige Laterne wird das orange Licht Teil der Parkbeleuchtung.


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(c) 2009 STOCKALPERSTIFTUNG